Viele Hersteller benutzen sie in ihren Stoffen: Eine atmungsaktive Membran. Der Begriff klingt funktional und praktisch, weshalb er sich ideal als Verkaufsargument verwenden lässt. Aber wie genau funktioniert eigentlich eine solche Membran und warum wird sie so oft in Funktionsbekleidung eingesetzt?

Das Hauptmerkmal einer solchen Membran ist ihre Atmungsaktivität, die es ermöglicht den Schweiß nach außen zu transportieren, sodass sich der Schweiß nicht unter der Kleidung ansammeln kann. Gleichzeitig muss aber natürlich auch die Wasserdichte des Kleidungsstücks gewährleistet sein.
Um diese Eigenschaften zu ermöglichen, werden in der Textilbranche zwei grundsätzlich unterschiedliche Membrantypen – die mikroporöse und die porenlose Membran – eingesetzt.

Was ist eine atmungsaktive Membran?

Bei der mikroporösen Membran wird PTFE (Polytetrafluorethylen) gedehnt, sodass aus einer zuvor dichten Kunststofffolie eine Struktur mit vielen winzigen Poren entsteht. Diese sind so klein, dass sie mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind. Sie sind etwa 20.000 Mal kleiner, als ein Wassertropfen, sodass ein solcher Tropfen die Membran nicht überwinden und ins Innere der Bekleidung vordringen kann. Zusätzlich ist ePTFE (expandiertes PTFE) stark hydrophob (wasserabweisend), wodurch das Wasser aufgrund der niedrigen Oberflächenspannung abperlt und nicht an der Membran haften bleibt. Im Gegensatz dazu kann Schweiß (Wasserdampf), der vom menschlichen Körper produziert und ausgeschieden wird, die Membran aufgrund seiner sehr geringen Größe passieren und nach außen transportiert werden.

Da bei der Herstellung von PTFE Perfluoroctansäure (PFOA) entsteht, die im Verdacht steht krebserregend zu sein, nutzen die meisten Hersteller und auch ARYS mittlerweile andere Kunststoffe mit mikroporöser Struktur, oder aber eine porenlose Membran, die auf einem physikalisch-chemischen Prinzip basiert.
Bei dieser Membrantechnologie werden zwei unterschiedliche Materialkomponenten, ein hydrophiles (wasseranziehendes) Material, wie Polyether, und ein hydrophobes (wasserabweisendes) Material, wie Polyester, eingesetzt.

Die hydrophilen Molekülketten quellen durch die vom Körper produzierte Feuchtigkeit auf, wodurch winzige Öffnungen entstehen, die Raum bieten um den Wasserdampf nach außen zu transportieren. Wenn der Körper beginnt zu schwitzen, steigt die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit unter der Kleidung an. Überschreitet diese Temperatur die Außentemperatur bzw. Feuchtigkeit funktioniert die Membran am besten. Je mehr man schwitzt, desto mehr Feuchtigkeit kann die Membran nach außen transportieren, sodass eine sehr gute Atmungsaktivität durch die Membran gewährleistet wird. Aufgrund der geschlossenen Struktur ist die Membran zudem auch wasserdicht.

Diese eben beschriebene Technologie wird in den Stoffen von ARYS in Form von einer Polyurethan-Membran (PU-Membran) genutzt. Eine weitere neue Technologie, die ARYS einsetzt, ist die c-change Membran von Schoeller. Diese orientiert sich an der Natur, genauer genommen an Kiefernzapfen. Diese öffnen ihre Struktur bei hohen Temperaturen und schließen sie bei niedrigen Temperaturen. Dieses Prinzip greift Schoeller auf und integriert es in der c-change Membran. Übertragen auf die Membran bedeutet dies, dass sich die Polymerstruktur der Membran bei sportlichen Aktivitäten, also steigender Temperatur und Luftfeuchtigkeit, öffnet. Bei Kälte – bzw. bei geringerer Feuchtigkeitsentwicklung – zieht sie sich entsprechend zusammen.

So wird in fast allen Kleidungsstücken von ARYS eine Atmungsaktivität durch die Integration hoch technologischer Membranen realisiert.Feuchte Kleidung war gestern, entdecke jetzt auf unserer Website Styles, die dich sowohl vor Schweiß, als auch vor Regen schützen.